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Kreative Auszeit

oder auch: "Wo stehe ich nach einem Jahr?"


Ich bin wieder da.

So, da bin ich in diesem Blog mal wieder. Ich habe mir eine Auszeit genommen, nicht nur wegen verschiedener beruflicher Projekte, sondern auch, weil ich einmal eine kleine "kreative Pause" einlegen wollte. Aus einer "kleinen Pause" sind in diesem Blog mehrere Wochen geworden (genauso wie bei Youtube), bei Instagram und Facebook ein paar Tage.
Vieles drehte sich in den letzten Wochen und Monaten um die Fotografie in meinem Leben - diese Homepage, mein Online-Shop, Youtube und natürlich Instagram (zum Thema "Follower" habe ich ja im letzten Beitrag schon etwas geschrieben). All' das geschieht in meiner Freizeit, und um mir die Freude an dieser Sache zu erhalten, brauchte es ganz einfach mal eine Pause. Eine Beschäftigung mit anderen Dingen, um den Kopf wieder frei zu bekommen - um wieder kreativ zu sein. 

Hat es funktioniert? Ich denke schon, da es mir jetzt wieder leicht(er) fällt, Motive zu erkennen. Lichtstimmungen wahrzunehmen. Ideen für Bildkompositionen zu haben.
Also, wie gesagt: Ich bin wieder da, und zwar mit einem kurzen Resümee.



365 Tage Fotografie - das Experiment beginnt

Am 03. Juni 2018 ist mein erster "zielgerichteter" Post auf Instagram online gegangen. "Zielgerichtet" deshalb, weil ich zuvor nur mal hin und wieder ein paar Bilder gepostet habe. Einfach mal so, um zu sehen, was passiert. Im Endeffekt ist nicht viel passiert. Ich habe Bilder gesendet, aber nicht kommuniziert.

Anfang Juni 2018 dann habe ich ein Experiment für mich selbst ausgedacht: Ich will regelmäßig "fotografieren" (mehr mit Sinn und Verstand), ich will regelmäßig Bilder posten, mich verbessern - kurzum: Ich will mir ein Jahr Zeit geben und dann sehen, wie weit ich gekommen bin. Damals dachte ich noch, Followerzahlen wären wichtig. :)

 

Fazit: Ich habe 12 Monate "durchgehalten", das hätte ich vorher selbst nicht unbedingt erwartet.


"Trau' dich, deine Bilder zu zeigen!"

Diesen Satz habe ich mir vor einem Jahr immer wieder gesagt. Ich hatte es in diesem Blog schon einmal genauer geschrieben, was meine Motivation war, meine Bilder zu veröffentlichen. Es brauchte aber diesen einen Ruck, um wirklich damit "nach draußen" zu gehen. Jetzt ist Instagram insgesamt eine sehr, sehr freundliche Plattform, die es einem leicht macht, Anerkennung zu finden. Ich denke, in den letzten 12 Monaten habe ich zu weit über 99 % positive Kommentare auf meine Bilder erhalten. Die wenigen negativen Meinungen (es waren wirklich nur zwei oder drei) stammten von Leuten, die nicht zu meinen Followern gehörten und so dämlich waren, dass ich sie nicht als aufrichtige Kritik verstanden habe.

 

Fazit: Ich habe so viel Anerkennung erfahren und bin sehr dankbar dafür!


Es nimmt eine Eigendynamik an...

Wochen und Monate vergingen - und ich lernte über Instagram neue Leute kennen. Von manchen Menschen kenne ich ihren richtigen Namen oder verbinde sogar ein Gesicht damit, von anderen nicht. Macht es für mich einen Unterschied? Nein, nicht wirklich. Und dann gibt's da noch die vier Menschen, zu denen ich die Brücke ins "echte" Leben geschlagen habe, auch daran hätte ich vor einem Jahr gar nicht gedacht.
Aber auch das war's noch nicht mit der Eigendynamik: Plötzlich schrieben mich wildfremde Menschen an, die nach Tipps oder Ratschlägen rund um das Thema "Fotografie" fragten. Die mich fragten, ob sie meine Bilder kaufen können. 
Dadurch habe ich einen Gedanken zum nächsten gesponnen: Eine Homepage erstellt, einen Onlineshop eingerichtet, einen Blog begonnen, einen Youtube-Kanal angelegt.


Fazit: Wahnsinn! Was sich aus einem für mich simplen Experiment entwickelt hat, kann ich heute selbst kaum glauben.


Und jetzt?

Ich fülle diese Kanäle, soweit es meine Zeit zulässt. Vor einem Jahr gab's für mich nach Beendigung dieses Experiments nur zwei Möglichkeiten: Entweder meine Bilder kommen nicht gut an, dann lasse ich die Sache sein und fotografiere wieder nur für mich.

Oder aber, und das ist der Punkt, an dem ich nicht weitergedacht habe, ich bekomme eine gute Resonanz auf meine Bilder und mache weiter.

Und tatsächlich - ich will weitermachen!
Aber was heißt "weitermachen"? Darüber hatte ich mir damals überhaupt keine Gedanken gemacht. Wo stehe ich jetzt? Ich habe für mich selbst viel zu viel erreicht, um jetzt nicht weiterzumachen.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was in mir vorgeht. Ich schaue auf dieses Jahr zurück und merke, dass ich eine echte Nebenbeschäftigung parallel zu meinem Beruf entwickelt habe. So war es nicht angelegt, aber es hat sich entwickelt.

Eines hat sich noch entwickelt: Manchmal werde ich gefragt, ob ich Fotograf sei. Mit diesem Begriff hatte ich richtige Schwierigkeiten, denn ich bin kein gelernter Fotograf. Durfte ich mich denn so nennen? 

 

Fazit:

Dieses Jahr hat mir in dieser Hinsicht ein gewisses Selbstbewusstsein verliehen: 

Ich bin der, der fotografiert. Wer mag, kann mich Fotograf nennen. Wer das als Anmaßung empfindet, weil er selbst gelernter Fotograf ist, wird sich vielleicht gar nicht in diesen Blog verirren.

Allen, die mir auf diversen Kanälen folgen, meine Beiträge liken und kommentieren, möchte ich auf diesem Wege ein großes "Dankeschön" zukommen lassen! 

 

Nach meiner oben beschriebenen Auszeit sprießen in meinem Kopf neue Ideen und Projekte für die Zukunft. Was das sein wird? Tja, lasst euch überraschen. Cliffhanger.

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Kommentare: 2
  • #1

    Cornelia Fiedler (Sonntag, 02 Juni 2019 22:00)

    Hallo Thomas,
    ich nutze weder Instagram noch Facebook, sehe aber einige Deiner wirklich tollen Bilder bei Whatsapp. Ich bin begeistert. Viel Spaß weiterhin als Fotograf :).
    LG

  • #2

    Thomas Schwerdt (Montag, 03 Juni 2019 22:50)

    @ Cornelia:
    Vielen, vielen Dank für deine tolle Rückmeldung! Ich freue mich riesig darüber!