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Eure Fragen zu meinen Bildern

Seit ich im vergangenen Jahr damit begonnen habe, meine Fotos auf Instagram zu posten und Anfang dieses Jahres meinen Blog ins Leben gerufen habe, schickt ihr mir viele Likes und Kommentare zu meinen Bildern. Das freut mich sehr!
An dieser Stelle schon einmal vielen Dank dafür!

Ihr scheut euch aber auch nicht, mir viele Fragen zu stellen, die ich natürlich gern beantworte. Die meisten davon kommen als persönliche Nachricht über Social Media oder per E-Mail. Dabei habe ich festgestellt, dass sich bestimmte Fragen wiederholen, weil sich mehrere von euch für einen bestimmten Schwerpunkt interessieren. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, eure Fragen heute mal zum Inhalt meines Blogs zu machen. Das heißt natürlich nicht, dass ihr zukünftig keine persönliche Antwort mehr erhaltet. Ich antworte euch sehr gern! Viel Spaß jetzt aber.


Fragen rund um mich...


Bist du professioneller Fotograf?

Ganz klar: Nein. Ich habe das Fotografieren und das Bearbeiten von Bildern weder in einer Ausbildung oder einem Studium gelernt. Es war bislang immer ein Hobby von mir, das mir einen wunderbaren Ausgleich bietet, weil ich mich völlig darin verlieren kann. Ich habe immer noch ein Problem damit, wenn mich jemand als "Fotograf" bezeichnet. In meinem Logo habe ich die Bezeichnung "Outdoor-Fotografie" gewählt, weil ich mich als jemand sehe, der der Fotografie gerne nachgeht. Da der Begriff "Fotograf" nicht geschützt ist, könnte man mich so nennen. Trotzdem bin ich nicht so ganz glücklich damit, weil ich es in meinem Fall gegenüber gelernten Fotografen immer noch als anmaßend empfinde. "Professionell" beinhaltet ja sogar, dass ich damit meinen Lebensunterhalt verdiene. Das tue ich tatsächlich nicht. 


Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Dass ich bewusst fotografiere, begann etwa vor drei Jahren, als ich nicht nur knipsen, sondern wirklich fotografieren wollte und mir deshalb eine Spiegelreflexkamera gekauft habe. Es war der Klassiker: Die Bilder, die ich damit zunächst erstellt habe, sahen um ein Vielfaches schlechter aus, als ich es vorher gewohnt war. Total unzufrieden damit, bin ich wieder ins Fotogeschäft gelaufen und habe um Tipps gebeten. Mit den ersten Erklärungen des Verkäufers dämmerte mir, dass ich noch sehr viel lernen musste - und auf diesem Weg bin ich noch immer. Damit begann aber noch am selben Tag die Einarbeitung ins Kameramenü, in Blendenzahlen, in Verschlusszeiten, ISO-Werte usw. - ich habe alle Videos dazu aufgesaugt und mir immer wieder Notizen gemacht. Von Anfang an habe ich aber im manuellen Modus gearbeitet, um alle Funktionen von Grund auf zu beherrschen. So habe ich dann Stück für Stück gelernt, wie ich Bilder mache, mit denen ich auch selbst zufrieden sein kann.


Bietest du auch Workshops an?

Bisher noch nicht. Da die Frage aber recht oft gestellt wurde, denke ich für die Zukunft mal darüber nach. An dieser Stelle: Falls du auch zu den Leuten gehörst, die Interesse an einem Foto-Workshop im Harz hätten, schreib mir doch mal eine E-Mail mit deinem konkreten Interesse bzw. deinen Wünschen dazu. Mal sehen, was wir gemeinsam daraus gestalten können... 


Nimmst du auch Fotoaufträge an? Wärst du bereit, bei unserer Hochzeitsfeier Fotos zu machen?

Sorry, nein, das mache ich nicht. Ich würde es mir auch gar nicht zutrauen. Zum Fotografieren muss ich in der Natur sein. Dabei entstehen die Bilder, mit denen ich mich wirklich wohl fühle. Wenn ich das Gefühl hätte, für einen Kunden zu fotografieren, wäre ich nicht wirklich frei und hätte die Sorge, dass sich das negativ auf meine Kreativität auswirkt. Am Ende versaut mir dieser Druck das ganze Bild, von daher gibt's für diese Aufgaben bestimmt gute Fotografen auch in deiner / eurer jeweiligen Region.

Trotzdem danke für die Frage(n).


Technische Fragen...


RAW oder JPEG?

Die Frage nach dem Dateiformat. Ich fotografiere fast ausschließlich in RAW, weil ich immer die volle Kontrolle über meine Bilder haben möchte. Das RAW-Format besitzt einen recht hohen Dynamikumfang, so dass man manchmal erstaunt ist, was aus den Bildern noch herauszuholen ist - daran habe ich meistens ebenso viel Spaß, wie am Fotografieren selbst. Die Nachbearbeitung gehört für mich daher fest zu meinem Workflow bis hin zum fertigen Bild.


Ich möchte mir auch gern eine Spiegelreflexkamera zulegen. Welches Modell / Welchen Hersteller kannst du mir als Fotoanfänger empfehlen?

Nimm eine Kamera, bei der du spontan ein gutes Gefühl hast. Nimm eine, die dir gefällt. Mein Tipp wäre, dass du in ein Fotogeschäft vor Ort gehst und dich beraten lässt. Nimm die Modelle unterschiedlicher Hersteller in die Hand und lass dir grob die Menüs erklären. Wobei hast du das beste Gefühl? Ich hatte mir vor dem Kamerakauf einen Preisrahmen gesteckt und mich dann im Fotogeschäft beraten lassen. Natürlich kannst du dir in diesem Preisrahmen auch schon mal Testberichte im Internet durchlesen und eine Vorauswahl treffen. Für mich haben seinerzeit aber die ganzen Einzelheiten in den Testberichten gar keine Aussagekraft gehabt, also konnte ich auch nicht beurteilen, was mir im Endeffekt wichtig war. Rein nach Bewertungspunkten zu gehen, führt meines Erachtens gar nicht immer zum Ziel.

Ich hatte mir vorher darüber Gedanken gemacht, was und in welchen Situationen ich fotografieren möchte. Mit diesen Schilderungen hat der Verkäufer mich dann beraten. Eines noch dazu. Ich habe nichts gegen große Elektronik-Discounter, aber in diesem Fall habe ich tatsächlich vor Ort das Gespräch im Fotogeschäft gesucht - und nicht bereut!


Welche Objektive kannst du empfehlen? Womit arbeitest du?

Die Frage geht in eine ähnliche Richtung, wie die nach dem Kameramodell - nur, dass ich die Entscheidung für oder gegen ein Objektiv als wichtiger empfinde. Meiner Erfahrung nach ist das Objektiv wichtiger als die Kamera. Eine gute Optik kann dir scharfe Bilder liefern, und darauf kommt es an. Die Kameramodelle innerhalb einer Preisklasse weisen wahrscheinlich keine riesigen Unterschiede auf.

Nochmal ein Klassiker: Ich war in den ersten Wochen nach dem Kamerakauf nur mit dem Kit-Objektiv (also dem mitgelieferten Objektiv) unterwegs, und das war wirkich frustig. Recht gute Bilder bei hellem Tageslicht um die Mittagszeit, alles andere konnte man vergessen.

Ich wusste ziemlich schnell, was der Verkäufer meinte, dass wir uns bald zum Kauf eines Objektives wiedersehen würden (ja, diese Information über das mangelhafte Kit-Objektiv habe ich vor dem Kamerakauf erhalten, das fand ich recht fair).

Ich arbeite jetzt fast ausschließlich mit einem Zoom-Objektiv (18-300 mm), einer Festbrennweite (35 mm) und einem Weitwinkel (10-20 mm). Manche meiner Bilder sind auch mit einem seinerzeit geliehenen Objektiv (600 mm) entstanden. In diesem Fall habe ich dann auch Testberichte herangezogen.


Welche Software nutzt du zum Bearbeiten deiner Bilder?

Adobe Lightroom immer und manchmal in Ergänzung auch Adobe Photoshop. Und nein, das soll keine Werbung sein - ich werde dafür nicht bezahlt.


Fazit

Wie ich oben schon geschrieben habe, freue ich mich sehr über eure Fragen und auch Anmerkungen. Ich werde diesen Beitrag daher nach und nach ergänzen - abhängig davon, welche Fragen von euch noch gestellt werden.

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